Interview mit Gewinnerin des Impulspreis 2026 (2/5)

Erstellt: 27.09.2026 07:40 Zuletzt bearbeitet: 27.09.2026 07:50 von Benjamin Galden

Zweiter Interviewteil beleuchtet den Alltag im Orchester

Sabine Gottschalk über Zusammenhalt im Mehrgenerationenorchester Duderstadt

Hannover. Der Deutsche Tonkünstlerverband Niedersachsen veröffentlicht den zweiten Teil seiner Interviewreihe mit Sabine Gottschalk. Die Dirigentin leitet das Mehrgenerationenorchester Duderstadt, das mit dem Impulspreis 2026 ausgezeichnet wurde. Der neue Teil widmet sich dem Alltag des Ensembles und den Beobachtungen beim gemeinsamen Musizieren verschiedener Generationen.

Während im ersten Teil die Entstehung des Orchesters und die Reaktion auf die Auszeichnung im Mittelpunkt standen, geht es nun um die wöchentliche Probenarbeit. Rund 30 Mitwirkende im Alter von elf bis 75 Jahren musizieren gemeinsam. Der Impulspreis ist mit 500 Euro dotiert und würdigt Projekte, die neue Perspektiven eröffnen und das kulturelle Leben bereichern.

Interview zum Impulspreis des DTKV Niedersachsen Sabine Gottschalk, Mehrgenerationenorchester Duderstadt, Anlass: Auszeichnung mit dem Impulspreis des DTKV Niedersachsen.


3. Wenn Sie heute eine Probe betreten – was sehen oder erleben Sie, das Ihnen jedes Mal aufs Neue zeigt, warum sich all die Mühe lohnt?

Gottschalk: Beeindruckend ist für mich immer wieder die Treue meiner Fachkollegen, ja, das erstaunt und freut mich besonders. Und dies hängt sicher auch mit dem sozialen Zusammenhalt zusammen, der durch das generationsübergreifende Miteinander entsteht.

4. Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwischen zehn und 75 Jahren musizieren gemeinsam. Gibt es eine Begegnung oder einen Moment, der für Sie besonders eindrucksvoll gezeigt hat, was Musik zwischen Generationen bewirken kann?

Gottschalk: Wohlwollende Rücksichtnahme, sich gegenseitig unterstützen, sich gemeinsam um ein gutes musikalisches Ergebnis bemühen … das sind durchgehend die Beobachtungen, die ich mache. Besondere Achtsamkeit bei persönlichen Krisen, entspannte Konzertfahrten in eher ruhiger Atmosphäre, Verlässlichkeit … Und es ist ein Phänomen zu beobachten, dass sich die Generationen scheinbar gegenseitig „pushen", indem keine Seite gegenüber der anderen musikalische Schwächen offenbaren will, sich jede und jeder größte Mühe gibt, „mitzuhalten". Das hebt das spieltechnische Niveau erfreulicherweise insgesamt.


Die kommenden Teile der Reihe bieten weitere Einblicke in das Projekt und das Miteinander des Orchesters.

Hinweis:
  Hier können Sie den ersten Teil des Interviews nachlesen.